Bikes
Privat
BMW-Boxer
Knochenbrecher
Wüstenqueen
Harley-Design

Besucher :

 

Mit 15 gab’s Easy Rider, der Tank des 2-Gang-Sachs-Mofas wurde mit Stars and Stripes bemalt, ein Ofenrohr als Auspuff, ständiger Streß mit den Grünen. Dann war da eine 125er Yamaha AS3 2-Takt, rein aus Kostengründen, träumte von einem BigBike, kam mir wegen meiner Größe darauf sehr blöd vor, davon ist heute leider kein Bild mehr vorhanden. Danach kam eine 500er Four Honda ins Spiel, mit der ich dann schon größere Touren in Mitteleuropa unternahm, meist jedoch noch Putz- und Schraubaktionen, da das Geld für Sprit fehlte.

Die längsten Strecken fuhr ich mit meiner 600/5 BMW-Boxer, die zeitweise mit einem 900 S-Motor ausgestattet war, was selten auffiel, da die Bremsen noch ziemlich schwach waren, und ich deshalb vorsichtig fuhr. Ich war damit dreimal in England, Isle of Man, mehrmals in Griechenland, der Türkei, Rumänien, Bulgarien und Ungarn, konnte das Teil bereits auf der grünen Wiese mit kleinem Werkzeug zerlegen und zum Laufen bringen, hatte mir sogar mal auf Naxos einen Zündschlüssel geschnitzt.

Dann mußte eine 1979er AMF Harley-Sportster her, Beiname Rüttler, die ich mit meinem Vater zusammen komplett neu aufbaute. Serienmäßig sah sie ziemlich bescheuert aus, und Ersatz- und Zubehörteile mußte man damals noch selbst aus den USA importieren. Einige ziemlich weite Touren um die iberische Halbinsel, nach Griechenland und die Türkei brachten mich finanziell, technisch und gesundheitlich an den Rand des Ruins, einmal mußte ich sie sogar wegen Getriebeschadens aus Griechenland mit Fähre über Triest zurück- transportieren..

Abgelöst wurde sie von einer 1988er Electra Glide, die wieder sehr weite Reisen  ausgehalten hat, jedoch sollte man sie nach 40.000 Meilen verkaufen, da Fahrgestelle und Motoren diese rohe, unausgeglichene Gewalt einfach nicht länger aushalten.
Im Jahre 2000, mit 48.000 Meilen brach zwischendurch einfach der rechte Kurbelzapfen mit der kompletten Ventil-Steuerung ab, was ich auch heute noch auf eine unsachgemäße Reparatur bei einem Münchner Harley-Laden, dessen Namen ich Euch auf Anfrage gerne nenne, zurückführe. Leider mußte ich sie dann verkaufen, da sich eine Reparatur für mich nicht lohnte, ja unbezahlbar war.

Zum Fahren baute ich mir dann eine Yamaha 750 XTZ Super Tenere aus einem Unfallbike auf, die ich heute noch ab und zu gerne mal ausfahre. Für die große Wüstentour reicht mir leider die Zeit nicht. Meine Interessen liegen heute mehr im Wasser, ich tauche und segle in fast jeder Pfütze, und habe wenig Zeit zum Fahren.

Und jetzt, im September 2004, ist das der Stand der Dinge : Ein Neuaufbau, Basis Harley-FX- Knick-Rahmen, Baujahr 1971, mit 1340 ccm-Shovel-Motor und einigen Feinheiten. Ochsenaugen mit innen verlegten Kabeln, 2 in 1 - Exhaust-System, in Schwarz mit Blechteilen in Metallic-Silber. Jetzt oder nie, hieß der Gedanke bei knappem Budget !

Sieht schon ganz ansprechend aus, nur die Packtaschen müssen noch schwarz werden, der Endtopf noch etwas nach oben gebogen und dann ist’s endlich gut. Der TÜV hat schon seinen teuren Segen erteilt.